
Die Tunnelbohrmaschine «Belena» ist nach 2330m Vortrieb im Längholztunnel im Brüggmoos wieder zu Tage gekommen. Für die zweite Tunnelröhre muss die ganze Ausrüstung nun wieder ins Bözingenfeld zurücktransportiert werden.
Der Bohrkopf, das Schild und die Förderschnecke werden ab Montag, 4. Oktober 2010 während ca. 7 Wochen zu folgenden Arbeitszeiten in transportierbare Teile demontiert:
– von Montag bis Freitag:
06.00 Uhr bis 22.00 Uhr
– am Samstag:
06.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Zwischen 12.00 Uhr und 13.00 Uhr wird eine Pause eingelegt. Zeitweise sind Lärmimmissionen leider unvermeidbar. Selbstverständlich bemühen wir uns, die Lärmbelastung auf ein Minimum zu reduzieren.
Wir bitten die Bevölkerung der angrenzenden Wohngebiete um Verständnis und danken dafür.
Die Arbeiten am Längholztunnel dauerten rund siebeneinhalb Monate und verliefen durch geologisch schwierige Zonen. Trotzdem sind die Arbeiten an den Tunnels für den Ostast der A5 im Zeitplan. Die Tunnelbohrmaschine wird nach dem Durchstich in transportfähige Einzelteile zerlegt und wieder zurück ins Bötzingenfeld transportiert. Dort wird sie zusammengebaut und für den Ausbruch der zweiten Röhren des Büttenberg- und des Längholztunnels bereit gemacht. Bis Mitte 2012 sollen alle vier Röhren der beiden Tunnels gebohrt sein.
Am 15.02.2010 wurde mit dem Bau des zweiten Tunnels am Ostast der A5-Umfahrung von Biel begonnen. Die 110 Meter lange Tunnelbohrmaschine «Belena» bohrt die erste der beiden Röhren des 2,48 Kilometer langen, vierspurigen Längholztunnels. Sie legt täglich voraussichtlich rund 14 Meter zurück.
Der Längholztunnel umfasst die Tunnelstrecke von der Gasstation in Orpund bis zur Unterführung SBB-Gleise / Bielstrasse in Brügg. Zuerst werden rund
1400 Meter Meeresmolasse – vorwiegend Sandstein, aber auch Mergel – durchbohrt. Darauf folgt ein rund 900 Meter langer, schwieriger Abschnitt: Er führt durch eiszeitlich abgelagertes Lockergestein (Moränen) und liegt unter dem Grundwasserspiegel. Hier sind instabile Sand und Lehm-Schichten vorhanden. Diese wassergesättigten Lockergesteine können in die Tunnelröhre ausfliessen und grosse Setzungen an der Terrainoberfläche erzeugen. Im Brüggmoos ist ebenfalls eine bautechnisch anspruchsvolle Bahnunterquerung unter ständiger Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig. Die ersten rund 40 m des Tunnels vom Nordportal in Orpund und die letzten rund 120 m im Süden, unter der SBB, werden im Tagbau erstellt. Der Hauptausbruch der übrigen Tunnelstrecke wird gebohrt. Der Durchstich der ersten der beiden Röhren ist für Herbst 2010 vorgesehen. Daraufhin wird die Maschine in transportfähige Einzelteile zerlegt und zurück ins Bözingenfeld geführt. Dort wird sie wieder aufgebaut und für den Ausbruch der zweiten Tunnelröhre des Büttenberg- und des Längholztunnels bereit gemacht.
Die Arbeiten im Büttenbergtunnel am Ostast der A5-Umfahrung von Biel kommen planmässig voran. Rund ein halbes Jahr nachdem sie im Bözingenfeld ihre Arbeit aufgenommen hat, wird die 110 Meter lange Tunnelbohrmaschine die erste der beiden 1'230 Meter langen Tunnelröhren bei Orpund verlassen. Ab Montag, 16. November 2009 ist der Durchschlag zu erwarten. Das genaue Datum hängt von den geologischen Gegebenheiten ab und wird so rasch als möglich hier publiziert. Der Zeitpunkt wird aus organisatorischen Gründen auf Mitte Nachmittag (ca. 15 Uhr) gelegt. Die Bevölkerung kann dieses Ereignis in Orpund im Bereich der Baustelle beobachten (Signalisation beachten, es stehen keine Parkplätze zur Verfügung).
Leider schreiten die Bauarbeiten wegen den vorhandenen Bodenverhältnissen nicht so rasch voran, wie geplant. Um die Bauzeit nicht übermässig zu verlängern, wird anfangs Oktober eine zusätzliche Einrichtung auf dem Bauplatz stehen, die den Boden mit einer anderen Baumethode verfestigt.
Diese unerfreulichen Bauschwierigkeiten haben eine etwas längere Bauzeit sowie eine leichte Zunahme des Lärmpegels wegen der zusätzlichen Maschine und Mehrtransporte (voraussichtlich bis März 2010) zur Folge.
Ansonsten ist der Unternehmer bestrebt, die Arbeitszeiten konsequent einzuhalten. Bei erheblichen Ausführungsschwierigkeiten kann es jedoch vorkommen, dass die Maschinen nicht sofort gestoppt und die Ruhezeiten nicht vollumfänglich eingehalten werden können.
Wir bitten die Bevölkerung der angrenzenden Wohngebiete weiterhin um Verständnis und danken dafür.