Die beiden zweiröhrigen Tunnel werden alle 300 Meter mit einer Verbindung zur parallelen Röhre versehen. Diese so genannten «Querschläge» dienen als Flucht- und Rettungswege im Notfall und auch dem Tunnelunterhalt. Jeder dritte Querschlag ist so dimensioniert, dass er durch Feuerwehr und Ambulanz befahren werden kann.
Eine besondere Herausforderung war der Querschlag Nummer 3, der sich im Madretschried (Mösliquartier) befindet. Wegen den schwierigen geologischen Verhältnissen (Lockermaterial und Grundwasser) wurde der Boden auf der Höhe der Tunnelröhren verfestigte. Dafür wurde eine für die Schweiz neuartige, innovative Baumethode, das so genannte CSM-Verfahren, angewendet. Die Bauarbeiten mussten zum Teil von der Terrainoberfläche ausgeführt werden. Dazu wurde die Waldfläche gerodet, welche wieder aufgeforstet wid.
Schwierigkeiten beim Querschlag 3 im Möösliquartier
Leider schritten die Bauarbeiten wegen den vorhandenen Bodenverhältnissen nicht so rasch voran, wie geplant. Um die Bauzeit nicht übermässig zu verlängern, wurde anfangs Oktober 2009 eine zusätzliche Einrichtung auf den Bauplatz gestellt, die den Boden mit einer anderen Baumethode verfestigt.
Diese unerfreulichen Bauschwierigkeiten hatten eine etwas längere Bauzeit sowie eine leichte Zunahme des Lärmpegels wegen der zusätzlichen Maschine und Mehrtransporte zur Folge.