A5 Biel
 
Profil Längholztunnel

Längholztunnel

Am 15. Februar 2010 wurde mit dem Bau des zweiten Tunnels am Ostast der A5-Umfahrung von Biel begonnen. Die 110 Meter lange Tunnelbohrmaschine «Belena» bohrte die erste der beiden Röhren des 2,48 Kilometer langen, vierspurigen Längholztunnels. Sie legte im Schnitt täglich 14 Meter zurück, die Spitzenleistung betrug 38 Meter.
Der Längholztunnel umfasst die Tunnelstrecke von der Gasstation in Orpund bis zur Unterführung SBB-Gleise / Bielstrasse in Brügg. Zuerst werden rund
1400 Meter Meeresmolasse – vorwiegend Sandstein, aber auch Mergel – durchbohrt. Darauf folgt ein rund 900 Meter langer, schwieriger Abschnitt: Er führt durch eiszeitlich abgelagertes Lockergestein (Moränen) und liegt unter dem Grundwasserspiegel. Hier sind instabile Sand- und Lehmschichten vorhanden. Diese wassergesättigten Lockergesteine können in die Tunnelröhre ausfliessen und grosse Setzungen an der Terrainoberfläche erzeugen. Im Brüggmoos ist ebenfalls eine bautechnisch anspruchsvolle Bahnunterquerung unter ständiger Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig. Die ersten rund 40 m des Tunnels vom Nordportal in Orpund und die letzten rund 120 m im Süden, unter der SBB, werden im Tagbau erstellt. Der Hauptausbruch der übrigen Tunnelstrecke wird gebohrt.
Der Durchstich der ersten der beiden Röhren fand planmässig am 4. Oktober 2010 statt. Daraufhin wurde die Maschine in transportfähige Einzelteile zerlegt und zurück ins Bözingenfeld geführt. Dort wurde sie wieder aufgebaut und für den Ausbruch der zweiten Tunnelröhre des Büttenberg- und des Längholztunnels bereit gemacht.

Geologisches Längenprofil Längholztunnel