Mit der A5 Biel-Bienne werden in der Region mehrere Ziele erreicht: Das vorhandene, überlastete Strassennetz soll entlastet werden. Der Verkehr soll sich mit den Bedürfnissen der Bevölkerung vertragen. Die Sicherheit der Radfahrenden, der Fussgängerinnen und Fussgänger muss gewährleistet sein, der öffentliche Verkehr muss möglichst störungsfrei zirkulieren können. Eine Beruhigung der Quartierstrassen soll die Wohn- und Lebensqualität steigern. Und schliesslich gilt es, die Vorschriften bezüglich Lärmschutz und Luftreinhaltung einzuhalten.
Mit der Realisierung der Umfahrungsautobahn allein lassen sich diese Ziele nicht vollständig erreichen. Die A5 bietet jedoch die Gelegenheit, das Verkehrsnetz in der Agglomeration Biel neu zu organisieren. Mit Hilfe von verkehrlichen flankierenden Massnahmen soll die Entlastungswirkung der A5 verstärkt und langfristig erhalten werden. Das Prinzip: Der Durchgangsverkehr wird auf wenige leistungsfähige Hauptachsen konzentriert. Die übrigen Strassen dienen ausschliesslich dem Quartierverkehr. Sie werden so gestaltet, dass sie als Schleichwege unattraktiv sind. Ziel: In den Quartieren sind weniger Autos langsamer unterwegs. Durch die Verkehrsentlastung bietet sich die Möglichkeit, den Strassenraum gestalterisch aufzuwerten.
Das Ziel, den Verkehr zu verlangsamen, lässt sich durch eine ganze Palette von Massnahmen erreichen. Vorgesehen ist unter anderem, den Strassenquerschnitt zu verengen oder die Bushaltestellen so zu gestalten, dass die übrigen Verkehrsteilnehmenden bei haltenden Bussen warten müssen.
Die Begleitmassnahmen können erst umgesetzt werden, wenn die einzelnen Teilstücke der A5 Biel-Bienne eröffnet sind und der Verkehr auf dem städtischen Strassennetz abgenommen hat. Diese Massnahmen sind grösstenteils nicht Bestandteil der A5. Sie werden zu einem grossen Teil als eigenständige Projekte von den betroffenen Gemeinden geplant, die sich neben Bund und Kanton finanziell daran beteiligen.